Solidaritätsaktion in der Europawoche

Goethe-Schüler schrubben 1.600 Grabsteine des Soldatenfriedhofs

GGB-Aktion-Soldatenfriedhof-1Im Rahmen der Europawoche hat die Klasse 7a des Goethe-Gymnasiums die 1.600 Grabsteine des Bensheimer Soldatenfriedhofs gesäubert. Unterstützt wurden sie von weiteren Siebtklässlern aus den Religionskursen der Schule. Mit der Aktion wollten Klassenlehrer Franz-Anton Schäfer und die Religionslehrerinnen Martina Limp und Eva Schmitt den Schülern eine ganz persönliche Begegnung mit der Geschichte ermöglichen und europäische Werte erlebbar machen: Solidarität und inzwischen über 70 Jahre Frieden.

Am Ende des Nachmittags waren die 40 Mädchen und Jungen nicht nur stolz auf das Ergebnis, sondern auch tief berührt, als die Namen vom Grünspan befreit und wieder lesbar waren. Dank ihres Einsatzes hatten die Toten plötzlich wieder ein Gesicht: Viele 16- bis 18-Jährige liegen dort. Die meisten waren deutsche Soldaten - aber auch polnische Zwangsarbeiter, russische Kriegsgefangene und etliche Frauen sind darunter. Lob für das Engagement der Schüler gab es vom Bauhof der Stadt, der gerne 40 nagelneue Bürsten und eine große Zisterne voll Wasser für die Aktion zur Verfügung gestellt hatte.

Am Goethe-Gymnasium selbst hatte eine Briefmarken-Sammelaktion von Religionslehrerin Oda Blühdorn mit den Klassen 7a, c und f  die Schulgemeinschaft zur Unterstützung der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel mobilisiert, die damit Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen.

GGB-BriefmarkenaktionAnknüpfend an das Thema „Diakonie“ hat das Solidaritätsprojekt „Briefmarken für Bethel“ den beteiligten 26 Schülerinnen und Schülern eine indirekte „Begegnung“ mit behinderten Menschen am Rande der Gesellschaft ermöglicht und dabei auch eine neue Selbstreflexion angestoßen. Im Laufe des mehrere Wochen andauernden Sammelprojektes konnte der Religionskurs erfahren, wie man mit etwas Kreativität und Engagement eigene Hemmschwellen überwindet und Spaß an der Unterstützung behinderter Menschen finden kann. Zehntausende Briefmarken, gesammelt in den Familien, den Nachbarschaften, in Vereinen und an den Arbeitsstellen der Eltern   gingen mit einem persönlichen Brief der Schüler per Großpaket an die Briefmarkenstelle der Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. (Ritter)