Neugestaltete Spielfläche im Pausenhof am Westgebäude offiziell eingeweiht

Abhängen, klettern oder hüpfen

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Emily und Merle finden das Trampolin cool, und das Liegenetz. Für Benedikt und Samuel steht der Kletterparcours ganz oben. Das Trampolin bekommt von den beiden Jungs ebenfalls eine gute Bewertung: ziemlich okay. Die 6. Klasse von Emily, Merle, Benedikt und Samuel gehörte zu den „Erstbespielern“ des neuen Spielplatzes auf dem Pausenhof des Goethe-Gymnasiums.

Vor dem Eingang zum Westgebäude bieten sich den Schülern auf einer Fläche von circa 300 Quadratmetern neuerdings vielfältige Möglichkeiten, sich zu bewegen. Wer es in der Pause lieber entspannt mag, kann es sich in der Chill-Ecke bequem machen. Am Mittwochmorgen wurde der neue Goethe-Spielpark mit einem kleinen Festakt offiziell in Betrieb genommen.

Regie führte der Förderverein

Schulleiter Klaus Holl übernahm, unterstützt von mehreren Helfern, den Job, das rot-weiße Flatterband durchzuschneiden und die Anlage somit zur Bespielung freizugeben. Das war fast schon die „schwerste“ Aufgabe, die der Goethe-Chef im Rahmen des Projektverlaufs zu erledigen hatte. „Ich war in dieser Sache nicht geschäftsfähig“, sagte Holl mit einem Schmunzeln in seiner Ansprache. Die Regie bei dieser Angelegenheit lag beim Förderverein der Schule. Die Projektsteuerung (und der komplette Papierkram) wurde federführend von Jochen Breitenbach, dem Vorsitzenden der Goethe-Freunde, und Schatzmeisterin Ulrike Halfmann geleistet.

Der Förderverein managte das ganze Programm und steuerte darüber hinaus den größten Batzen Geld, einen fünfstelligen Betrag, zu dem 120 000 Euro-Projekt bei. Fünfstellig beteiligte sich auch die Dietmar-Hopp-Stiftung an der Finanzierung. Ein Sponsorenlauf an der Schule erbrachte 20 000 Euro. Der Kreis Bergstraße, seit Mittwoch Eigentümer des Spielplatzes und zuständig für Wartung und Instandhaltung des Werks, ließ 10.000 Euro springen.

Wer hat das ganze Spielplatz-Ding eigentlich erfunden? Eine Schülerin. Das Mädchen kam im vergangenen Schuljahr ans Goethe und empfand das gepflasterte Areal vor dem Westgebäude als wenig einladend, erzählte Dagmar Ecker, die zweite Vorsitzende des Fördervereins, die Entstehungsgeschichte. Die Idee von einer Umgestaltung des Bereichs machte die Runde in der Schulgemeinde und irgendwann saßen Schüler, Elternbeirat, Schulleitung, Förderverein, Kreis und die Dietmar-Hopp-Stiftung in einem Boot und drückten aufs Tempo.

Zwölf Monate dauerte es von der ersten Planungsphase bis zur Eröffnung der TÜV-geprüften Spielwiese. „Mein großer Dank geht an die Schulgemeinde, die ein solch anspruchsvolles Projekt innerhalb eines Jahres umgesetzt hat“, sagte Klaus Holl.

Kinder in Planung einbezogen

Entworfen wurde der Spielplatz vom Frankfurter Landschaftsarchitekten Dirk Schelhorn. Bei den Planungen des Architekten hatten die Schüler Mitspracherecht. Schelhorn veranstaltete mehrere Workshops mit Schülervertretern, in denen Idee gesammelt wurden, die in die Umsetzung einflossen. „Kinder sind beim Thema Spielplatz hochkompetent“, erklärte Schelhorn die Einbindung der Schülerschaft. „Auf diese Erfahrungen greifen wir zu.“ Eine Form der Beteiligungsqualität, die sich bewährt hat. „Wir machen das bei all unseren Projekten so.“

Grundlage für das Design des Spielplatzes war es, Raum für spielerische Kreativität zu lassen, erläuterte der Fachmann. „Kinder brauchen Freiräume, auch und gerade beim Spielen.“

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