Europaschule

Das Leitbild der Hessischen Europaschulen

"Lernen für Europa" ist in der Bundesrepublik im Zuge der europäischen Einigung seit Mitte der siebziger Jahre ein Thema. 1990 fasste die Kultusministerkonferenz den Beschluss, die europäische Dimension im Unterricht einzuführen. Daraufhin sind in den Bundesländern mehrere Modellversuche gestartet worden. Seit 1992 haben sich 32 Europaschulen mit ganz unterschiedlichem Profil entwickelt. Das Goethe-Gymnasium ist seit dem Jahr 2000 Hessische Europaschule.

Die Europaschule fördert interkulturelle Lernprozesse, die es Heranwachsenden ermöglichen, eine eigene Identität zu finden und in der Begegnung mit anderen Kulturen Toleranz zu entwickeln. Sie gestaltet offene Räume, in denen Fremdes kennen gelernt und erlebt wird; offene Räume, in denen sich Sprachenvielfalt und Kenntnisse über andere Kulturen mit sozialem Lernen zu interkultureller Kompetenz entwickelt.

Die Europaschule arbeitet – im Miteinander aller Schulformen – am ständigen Prozess der Schulentwicklung, in dem Methodenlernen und Evaluation integrale Bestandteile darstellen, und nimmt somit ihre Rolle als aktiver Partner in einer sich wandelnden Gesellschaft verantwortlich wahr. Die vier Projektbereiche Europäische Dimension und Interkulturelles Lernen, Methodenlernen und Unterrichtsentwicklung, Schulmanagement und Qualitätssicherung, Know-How-Transfer werden in regelmäßigen Abständen überprüft und weiterentwickelt.

"Lernen für Europa" ist in der Bundesrepublik im Zuge der europäischen Einigung seit Mitte der siebziger Jahre ein Thema. 1990 fasste die Kultusministerkonferenz den Beschluss, die europäische Dimension im Unterricht einzuführen. Daraufhin sind in den Bundesländern mehrere Modellversuche gestartet worden. Seitdem haben sich dort Europaschulen mit ganz unterschiedlichem Profil entwickelt.

In Hessen begann es zunächst mit fünf Europaschulen im Jahre 1992. Die Auserwählten waren zunächst die Kopernikusschule in Freigericht, die Alexander-von-Humboldt-Schule in Viernheim, die Heinrich-Heine-Schule in Dreieich, die Freiherr von Stein-Schule in Gladenbach und die Georg-August-Zinn-Schule in Kassel. 1995/96 stieg die Zahl mit der Liebigschule in Frankfurt, der Alexander-von-Humboldt-Schule in Rüsselsheim und den Beruflichen Schulen Bad Hersfeld auf acht.
Im Schuljahr 2000/2001 kamen weitere 15 hinzu: die Albert-Schweitzer-Schule in Hofgeismar, die Friedrich-List-Schule in Kassel, die Anne-Frank-Schule in Eschwege, die König-Heinrich-Schule in Fritzlar, die Theodor-Heuss-Schule in Marburg, die Gewerblichen Schulen des Lahn-Dill-Kreises in Dillenburg, die Textorschule und die Ziehenschule in Frankfurt, die Otto-Hahn-Schule in Hanau, die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark, die Mornewegschule und die Lichtenbergschule in Darmstadt, das Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim, das Goethe-Gymnasium in Bensheim und die Schloss-Schule in Heppenheim.

Derzeit sind 32 der 2019 Schulen in Hessen sowie ein Studienseminar in das Schulentwicklungsprogramm "Hessische Europaschulen" aufgenommen.

Das Goethe-Gymnasium Bensheim kooperiert in der Regionalgruppe Süd v. a. mit dem Lessinggymnasium in Lampertheim, dem Schuldorf in Seeheim-Jugenheim und der Alexander-von-Humboldt-Schule in Viernheim.

Mehr darüber im Internet unter www.europaschulen.de.

Zu Beginn des Schuljahres 2009/10 wurde das Goethe-Gymnasium für weitere fünf Jahre als "Hessische Europaschule" zertifiziert. Kultusministerin Dorothea Henzler überreichte der Schule das wichtige Zertifikat.

1

Première rencontre, Breisach

Limp / May

2

A la découverte de la France, Beaune

Lippok (9c)

3

A la découverte, Castelnaudary

Baiker-Kreuter / Ritter(9a)

4

Echange scolaire, Ingersheim

Limp / Herberg-Hoff.

5

Rencontre avec des lycéens, Colmar

Limp

6

Prix des lycéens

Müller

7

Auslandspraktika

Hillenbrand

8

Incontro interculturale, Brisighella

Limp

9

England-Austausch, Martley

Lange

10

Portugal-Austausch, Porto

Müller / Jaecks (9e)

11

Polen-Austausch

Löffler

12

Israel-Austausch

Löffler

13

Spanien-Austausch, Vilassar

Reuter / Sonntag (9d)

14

Schweden-Austausch, Eslöv

Meyer / Koritensky (9b)

15

Parlamentarismus in Europa

Löffler

16

Wirtschaft und Raum in Europa

Löffler

17

Interreligiöser Tag

Limp

18

Europa auf die Bühne

Limp / Heitkämper

19

Europäische Sprachzertifikate

Limp / Lochbaum

20

Leseförderung

Hoffmeister

21

Lese-Rechtschreibförderung

Blühdorn

22

Selbstorganisiertes Lernen

Reuter

23

gg-genial

Mayer

24

Kooperation Staatstheater Darmstadt

Vondung

25

Fairtrade

Krafczyk

26

Physikalisches Spielzeug

F. A. Schäfer

27

Robotik Wettbewerb FLL

Braumann

28

Paten

Sanden

29

Mediation

Hendlich

30

Individualisiertes Lernen Sek 1

Grüninger

31

Science Club

Herrmann

32

Jugend forscht

Harjes

33

Mint-Garage

Harjes

34

Projektverwaltung

Limp

35

Goethe im Gespräch (GiG)

Schreiber

Weiteres:

Vom 02. bis zum 10. Mai 2015 findet die Europawoche statt.

Erfahren Sie mehr über die Veranstaltungen hier in Bensheim und über das gesamte hessische Programm.

 

Festakt im Wiesbadener Landeshaus am 26. September 2014

europaschule neuzertifizierung 2014Zusammen mit 29 hessischen Schulen aller Schulformen und dem Studienseminar für berufliche Schulen in Gießen ist das Goethe-Gymnasium erneut als Europaschule zertifiziert worden und kann daher auch im kommenden Jahrfünft mit Fördermitteln des Hessischen Kultusministeriums zur Durchführung seiner Europaprojekte rechnen. Vorausgegangen war eine strenge Qualitätskontrolle durch eine von der zuständigen Referatsleitung im Kultusministerium und der zentralen Steuergruppe des Europaschulprogramms eingesetzte Zertifizierungskommission, welche die eingereichte umfängliche Dokumentation über die in den zurückliegenden fünf Jahren geleistete Arbeit als Europaschule in den vier Programmbereichen (Europäische Dimension / Interkulturelles Lernen, Individualisiertes Lernen und Unterrichtsentwicklung, Schulmanagement und Qualitätssicherung, Know-How-Transfer) einer sorgfältigen Prüfung unterzogen hatte.

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Das „Goethe“ mitten in Europa

Bensheim. Am Ende eines langen Schuljahres standen am Goethe-Gymnasium - seit fast 15 Jahren Europaschule - drei Tage lang der europäische Gedanke und interkulturelles Lernen im Mittelpunkt.

Wegen der starken Prüfungsbelastung durch den Abitur-Doppeljahrgang hatten Schulleitung und das Europa-Team Dr. Jürgen Charnitzky, Tina Limp und Toni Schäfer beschlossen, die alljährlich im Mai stattfindende Europawoche diesmal auf das Schuljahresende zu verlegen. Ein ganzer Tag war der Ausstellung von Europaprojekten

gewidmet, um auf diese Weise der Schulgemeinde und interessierten Öffentlichkeit einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten der Europaschule zu geben.

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Europäisches Sprachenportfolio

Das Europäische Portfolio der Sprachen (EPS) ist eine vom Europarat entwickelte Sammelmappe, die als persönliches Dokument jeder Schülerin und jeden Schülers Auskunft über das individuelle Sprachenlernen gibt. Mit dieser persönlichen Mappe werden alle Schülerinnen und Schüler in Jahrgang 5 und 6 bekannt gemacht, und sie wird sie in Zukunft während ihres Sprachenlernens begleiten. Zum einen dokumentiert das EPS die Kenntnisse und Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler in allen ihren Sprachen. Es kann bei einem Schulwechsel oder bei Bewerbungen vorgelegt werden. Zum anderen hilft das EPS den Schülerinnen und Schülern, ihre Sprachkompetenzen selbst einzuschätzen. Als Lernbegleiter fördert es die  Selbstständigkeit beim Sprachenlernen und die Entfaltung  eines Verantwortungsbewusstseins für das eigene Lernen.  Das Europäische Portfolio der Sprachen besteht aus drei Teilen:

1.Sprachenbiografie

Sie gibt Auskunft darüber,

  • welche Sprachen die Schülerin/der Schüler außerhalb der Schule erlernt. Dazu zählen auch die Muttersprache, Sprachen, die in der Familie gesprochen werden, im Urlaub verwendet werden, etc.
  • welche interkulturellen Erfahrungen die Schülerin/der Schüler macht.
  • welche Sprachen die Schülerin/ der Schüler in der Schule erlernt. Dazu zählen auch Arbeitsgemeinschaften, Schnupperkurse, Schüleraustausch, etc.

Sie hilft den Schülerinnen und Schülern,

  • ihre Kompetenzen in den Bereichen Hören, Lesen, Miteinander Sprechen, Zusammenhängend  Sprechen und  Schreiben selbst einzuschätzen und in europaweit anerkannte Niveaustufen einzuordnen: A1 bis C2.
  • eigene Lernziele festzulegen und zu überprüfen.
  • für sie geeignete Lerntechniken beim Sprachenlernen herauszufinden.

2. Sprachendossier

In dieser Mappe werden sprachliche Produkte aller Art gesammelt, die sprachliche Erfahrungen und Lernwege veranschaulichen, z. B. besonders gelungene Texte, die im Unterricht oder als Hausaufgabe entstehen,  Projektergebnisse, Berichte beispielsweise über einen Schüleraustausch, Zertifikate, etc.

3. Sprachenpass

Die Sprachlernfortschritte, die im Laufe der Sekundarstufe I gemacht wurden, werden am Ende der 9.  Klasse (und gegebenenfalls auch in der Sekundarstufe II) im Sprachenpass festgehalten. Er zeigt auf einen Blick, welchen Stand man in verschiedenen Sprachen erreicht hat, welche Abschlüsse und Zertifikate erworben wurden und welche außerschulischen Erfahrungen man beim Sprachenlernen gemacht hat. Gerade im immer stärker zusammenwachsenden Europa soll der Sprachenpass als anerkanntes Dokument die berufliche Mobilität fördern.