Bericht zum Englandpraktikum

Am Samstag den 16. Januar machten wir, 13 Schüler des Goethe-Gymnasiums in Bensheim und eine Lehrerin, uns für zwei Wochen auf den Weg nach Scarborough, England. Nach etwaigen Pannen bei der Sicherheitskontrolle, einem Sprint zum Zug und einer langen Fahrt, kamen wir schließlich an der Train Station an, wo uns unsere Gastfamilien erwarteten. Keiner von uns war alleine in einer Gastfamilie untergebracht; wir waren immer zu zweit und eine Familie hat sogar drei Schüler aufgenommen.

Am darauf folgenden Tag erkundeten wir gemeinsam die Stadt und den Strand, an dem wir auf zahlreiche Essensbuden und sogar geöffnete (und nicht selten besuchte) Eiscafés stießen. Am Montag begann dann unser tatsächliches Praktikum. Von der Arbeit in Kindergärten, über Cafés bis hin zu Musical Schulen und Kunstgalerien war alles dabei. Die Arbeitszeiten variierten, abhängig vom Job und in meinem Fall auch von der Stundeneinteilung, da ich meine zwei Wochen an der Musical Schule verbrachte. Dort besuchte ich mit zwei Mitschülern die Tanz-, Gesang- und Schauspielstunden der verschiedenen Altersstufen. Die Hatton School of Performing Arts bereitete sich auf eine ihrer Aufführungen vor, weshalb wir halfen, die Bühnenbilder zu gestalten und Requisiten zu basteln. Außerdem nahmen wir an Unterrichtsstunden teil und hatten so die Gelegenheit, unsere Fähigkeiten auszubauen oder neue Dinge zu erlernen… oder es zumindest zu versuchen. Die Möglichkeit, kleine Kinder im Alter von 3 bis 8 selbst zu unterrichten, bekamen wir auch. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, mit den Kindern zu arbeiten und eigene kleine Choreographien einzustudieren. Wir halfen, ein Programmheft für die bevorstehende Show zu designen und das Banking zu machen. Das war anfangs eine ziemliche Herausforderung, da wir uns zuerst einmal an eine andere Währung gewöhnen mussten.

Am letzten Abend in Scarborough hatten alle deutschen Schüler dann die Möglichkeit, sich den gelungenen Auftritt der Hatton School anzuschauen, bei dem manche aus dem Lachen gar nicht mehr herauskamen. Des Weiteren unternahmen wir auch einen Ausflug nach York, eine Stadt mit heimeligen Läden, schöner Straßenmusik und vielen Shoppingmöglichkeiten – zum großen Unglück der männlichen Minderheit. Auf dem Rückweg spazierten wir die Stadtmauer entlang, die York umgibt.

Gemeinsam organisierten wir Schüler außerdem eine kleine aber unterhaltsame Wanderung zum Scarborough Castle und gingen anschließend zum besten Italiener der Stadt Pizza essen. In unseren Mittagspausen trafen wir uns in der Stadt in einem Café, das innerhalb der zwei Wochen zu unserem Standardcafé wurde, oder erkundeten die Stadt oder den Strand.

Für uns alle war dieses Praktikum eine tolle Möglichkeit, sowohl etwas Zeit im Ausland zu verbringen und etwas über dessen Kultur zu lernen, als auch wichtige Berufserfahrungen zu sammeln und neue Freundschaften zu schließen. Ich selbst konnte erfahren, wie offenherzig, lustig und teilweise auch verrückt die Engländer sein können und freue mich, diese einmalige Gelegenheit ergriffen zu haben.

Kim Laumann