Benefizkonzert Die Schülerband „Crone“, das Duo „Toona“ und „Die Lehrerband“ sorgten für beste Abendunterhaltung

Goethe-Gymnasium rockte über drei Stunden für den Schulhof

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Das „Goethe rockt“ und macht keine halben Sachen. Drei Bands mit Schülern und Lehrern des Goethe-Gymnasiums lieferten beim Benefizkonzert in der Mensa ein umfassendes Abendprogramm. Die Erlöse aus Spenden und Getränkeverkauf fließen in die Neugestaltung des Schulhofs.

Die Schülerband „Crone“ startet energisch: Ein grimmiges Hardrock-Riff aus zwei verzerrten Gitarren legt die Gangart fest. Dann ertönt das mit Wahwah-Effekt unterlegte, zweistimmige Intro von Metallica’s „Enter Sandman“. Die kraftvolle Metal-Performance zeigt Wirkung, das Publikum geht von Anfang an mit, auch wenn anfänglich der Gesang etwas untergeht und die Tontechnik nachbessern muss.

Bei den zwei darauffolgenden Songs, „21 Guns“ und „Holiday“ von Green Day, ist dann wieder alles im Lot. Das Sängerduo aus Linus Kugler und Rosa Lachnit harmoniert gut und beide zeigen lebhafte Bühnenpräsenz. Für das nachfolgende „Don’t Cry“ von Guns’n’Roses, die erste Ballade im Set, wechseln Valentin Hirt (Lead) und Yannik Dreiling (Rhythmus) die Gitarren. Der Rocksound ist gut durchdacht und auf authentisch getrimmt.

Dem entspricht auch das reichhaltige Instrumentarium, das die Bandmitglieder im weiteren Verlauf des Auftritts aufbieten. Bei „My Guitar Gently Weeps“ von den Beatles greift Bassist Theodor Schmitt zum Vierseiter von Höfner, so wie Paul McCartney. Für die ruhigeren Songs wird auf halbakustisch umgesattelt: Das folkige „39“ von Queen wird besetzt mit zwei Akustikgitarren, Kontrabass, Violine (Lachnit), Keyboard (Kugler) und Schlagzeug.

Laute Zugabe-Rufe

Beim stilistisch ähnlichen „Haut mir keinen Stein“ der deutschen Band Versengold wechselt auch Leadgitarrist Hirt an die Violine und Drummer Robin Mäncher trommelt zur Abwechslung auf der Cajon. Das wiederum elektrische und fetzigere „Zombie“ von den Cranberries sowie „Don’t Look Back in Anger“ von Oasis runden das Programm ab, bevor der abschließende Metallica-Hit „Nothing Else Matters“ noch einmal klarstellt, worum es eigentlich geht: Rock. Die Rhythmussektion agiert durchweg ausgesprochen songdienlich und Leadgitarrist Hirt besticht einmal mehr mit einem tadellosen Solo.

„Zu-ga-be!“ schallt es danach laut durch den Saal. Die Band ist dafür gewappnet und hängt noch drei Songs dran: „Rock’n’Roll All Night“ von Kiss, „Seven Nation Army“ von den White Stripes und Bob Dylan’s „Knockin’ on Heaven’s Door“.

Im Anschluss vollzieht sich ein Stilwechsel. Das Duo „Toona“, bestehend aus Nadine Bonifer, Kunstlehrerin am Goethe, und Pianist Kevin Erdel aus Weinheim, spielt gefühlvollen, sanften Pop aus eigener Feder. Die Songs werden zuweilen mit minimalistischen elektronischen Beats unterlegt, leben aber vor allem von Erdels stilvollem und einfühlsamem Spiel auf dem Flügel und von Bonifers ausdrucksvollem Gesang.

Bei den nachdenklichen, intimen Texten stehen immer die erzählten Geschichten im Mittelpunkt, je nach Stimmung schwanken auch die klanglichen Nuancen zwischen rhythmisch munter und melancholisch leise. „Aus aktuellem Anlass“, so Bonifer, covert das Duo zudem David Bowie’s „This is not America“. Die Sängerin zeigt sich von der Euphorie des Publikums beeindruckt, das schon zur Begrüßung begeisterten Beifall gespendet hat. Für die Zugabe holt sie sich eine junge Mitsängerin auf die Bühne, die für sie den Refrain übernehmen darf und dabei eine reife Leistung zeigt.

Aller guten Dinge sind drei. Als die dritte Band auf die Bühne kommt, sind schon fast drei Stunden vergangen. Doch „Die Lehrerband“ sorgt noch einmal für ordentlich Furore und hält das noch recht zahlreich dagebliebene Publikum mit energiegeladenen Songs und knackigem, gut abgemischtem Sound bei der Stange.

Die Formation setzt sich zusammen aus Sängerin Iris Lochbaum, Gitarrist Tobias Braumann, Keyboarder Peter Beigel, Christian Peter am Bass und Ulli Walther am Schlagzeug. Viel Tanzbares wird geboten, etwa Elvis Presleys „Jailhouse Rock“ und „Hound Dog“ oder „Venus“ von Bananarama, außerdem viel zum Mitsingen, darunter Klassiker wie „Every Breath You Take“, „Tausendmal berührt“ oder „I Love Rock’n’Roll“, und vieles mehr. Der musikalische Abend bleibt damit unterhaltsam bis zum Schluss.

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