Geschichte

"Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen." (C. Wolf)

Die Beschäftigung mit der Vergangenheit ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. Denn der Mensch ist von Natur aus ein neugieriges Wesen. Er möchte wissen, wie etwas entstanden ist, möchte wissen, warum er heute so lebt, wie er lebt. Die Beschäftigung mit der Vergangenheit sorgt für Lösungsansätze in der heutigen Zeit und vor allem für mehr Verständnis und Toleranz im gesellschaftlichen Miteinander.

Wahlmöglichkeiten:

  • Im Rahmen des bilingualen Konzepts kann der Geschichtsunterricht im Jahrgang 9 auch bilingual erfolgen - Unterrichtssprache ist dann Englisch.
  • Als Profilkurs in der Einführungsphase kann die Teilnahme an der Geschichtswerkstatt gewählt werden.

Fachlehrer:

Fr. Baiker-Kreuter, Fr. Dorweiler, Fr. Flori-Gross,

Fr. Groen, Hr. Lienaerts (Fachvorsteher),  Fr. Lippok,

Hr. Löffler, Hr. Mayer, Hr. Mitze, Hr. Russ,

Hr. Schreiber, Fr. Sloane, Fr. Sonntag, Fr. Zeig

      geschichte fachschaft

Inhaltlich stehen in der Sekundarstufe I folgende Themen im Mittelpunkt:

Jahrgang 6(epochal)

 
Einstieg in den Geschichtsunterricht; Menschen in der Vor - und Frühgeschichte; Ägypten; Hellas
     
Jahrgang 7  
Rom; Teilung der Mittelmeerwelt und das frühe Mittelalter; Lebensbedingungen im Mittelalter (Adel, Klöster, Bauern, Stadt, Stadtleben, Fernhandel, Juden); Machtpolitik und Konflikte im Mittelalter; Grundlagen der Neuzeit und Europäisierung der Welt; Reformation und konfessionelles Zeitalter
     
Jahrgang 8  
Zeitalter des Absolutismus und Aufklärung; Die Französische Revolution und ihre Wirkung in Europa; Vom Deutschen Bund zum Kaiserreich; Industrielle Revolution und soziale Frage; Das deutsche Kaiserreich zwischen Tradition und Moderne; Der Erste Weltkrieg
     
Jahrgang 9   Die Weimarer Republik; Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg; Ost-West-Konflikt und deutsche Frage 1945-1990; Deutschland und Europa in der Weltwirtschaft des 20. Jahrhunderts

 

In der Sekundarstufe II werden nachfolgende Themen behandelt:

E1/2-Phase   Wurzeln des europäischen Selbstverständnisses und Entstehung der modernen Welt
      
Q1/2-Phase   Von der Französischen Revolution bis 1945: Gesellschaftliche Veränderungsprozesse am Beginn der Moderne; Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus und der europäische Faschismus
     
Q3/4-Phase   Europäische und deutsche Teilung bis zur Deutschen Einheit; Migration: Konflikt u. Kooperation in der Welt nach 1945; Die historische Perspektive von Schlüsselproblemen der Gegenwart

  • Lokalgeschichte im Unterricht und Kooperation mit Partnern und Vereinen vor Ort, z. B. Workshops in Zusammenarbeit mit dem Museum der Stadt Bensheim (Bereich Museumspädagogik) zur Vor- und Frühgeschichte.
  • Zeitzeugen- und Expertengespräche zu Themen der Zeitgeschichte
  • Ausstellungen im Schulgebäude und Mitarbeit bei externen Projekten.
  • Bonnfahrt in der Q3/4 (Haus der Geschichte)
  • Berlinfahrt mit politisch-historischem Schwerpunkt in der E1/2
  • Möglichkeit weiter Exkursionen zu historisch interessanten Zielen, die sich in das Unterrichtsgeschehen einfügen (z. B. Heidelberg, KZ-Gedenkstätte Osthofen, Hadamar)

 

Weitere Beiträge:

Holocaust-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch über Auschwitz und die Zeit danach

Die bösen Gerüchte waren alle wahr

"Wir haben uns bemüht, gut zu spielen. Nicht für die Nazis, aber für uns ganz allein." Anita Lasker-Wallfisch war Cellistin im "Mädchenorchester" von Auschwitz. Eine der letzten Überlebenden des Holocaust. Im KZ waren Märsche an der Tagesordnung.

Sie erinnert sich, als sie für den berüchtigten Lagerarzt Josef Mengele Robert Schumanns "Träumerei" spielen musste. Für die gebürtige Breslauerin, die heute 89 Jahre alt wird, reine Routine: "Ich habe mich in die Musik geflüchtet. Sie ist unantastbar."

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Ihr sollt die Wahrheit erben

Die Cellistin von Auschwitz

Der Förderverein des Goethe-Gymnasiums lädt ein zum Diwan-Spezial mit Anita Lasker-Wallfisch. Sie wird über ihre Zeit im Konzentrationslager in Auschwitz berichten. Mehr Informationen.

Der Vortrag findet statt am 14.07.2014 um 19:30 Uhr in der Mensa des Goethe-Gymnasiums.

 

Siegbert Schefke zu Gast am Goethe-Gymnasium

„Auch heute müssen Mauern überwunden werden und es ist viel leichter geworden, die Welt zu verändern“

geschichte schefke zeitzeugengespraechIm Rahmen des Hessentags veranstaltete die Hessische Landeszentrale für politische Bildung ein Zeitzeugengespräch vor 150 Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse im Bensheimer Goethe-Gymnasium. Eingeladen war der ehemalige Bürgerrechtler und DDR-Oppositionelle Siegbert Schefke, der die friedliche Revolution von 1989 entscheidend mitgeprägt hat. Den Schülern der 9. Klassen, die das Thema im Unterricht bisher nur sehr knapp behandeln konnten, berichtete er über das Leben in der DDR, seine persönlichen Erfahrungen mit dem System und die Ereignisse im Herbst 1989.

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Zeitzeugengespräch mit Frau Frieda Raismann

Ein Bericht über die Lebensumstände im Minsker Getto während des 2. Weltkrieges

frieda raismannZu einer freiwilligen Unterrichtsergänzung im Fach Geschichte trafen am Mittwoch Nachmittag interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und E1 des Goethe-Gymnasiums Bensheim zu einem Zeitzeugengespräch mit Frau Frieda Raismann aus Minsk zusammen. Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler aus erster Hand, was ihnen im sonstigen Geschichtsunterricht oft nur theoretisch vermittelt werden kann, nämlich was die Schrecken des 2. Weltkriegs und der menschenverachtende Judenverfolgung der Nationalsozialisten für die betroffenen Menschen bedeuteten.

Die heute 78-jährige Frau Raismann kam im Alter von 7 Jahren in das Getto der weißrussischen Stadt Minsk, wo sie insgesamt 28 Monate verbrachte und das sie als eine von wenigen Menschen überlebte.

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Dietrich Garstka berichtet in der Mensa des Goethe-Gymnasiums über die Flucht einer Abiturklasse aus der DDR nach Bensheim

Ein Bericht über Protest und Gemeinschaft

Schüler sollen erfahren was eine Diktatur ist und welche Möglichkeiten die Jugend hat darauf zu reagieren – mit diesem hohen Anspruch berichtete der Zeitzeuge Dietrich Garstka am Mittwoch vor 120 Schülerinnen und Schülern der Oberstufe des Goethe-Gymnasiums über die Flucht einer gesamten Abiturklasse aus der DDR, die in Bensheim ihr Ende fand.

Im Jahr 1956 kam es zu einem Arbeiteraufstand in Ungarn, der von der Sowjetunion gewaltsam niedergeschlagen wurde. Diese Ereignisse wurden von den Jugendlichen im brandenburgischen Storkow gebannt verfolgt und als der westliche Rundfunksender RIAS zu einer Schweigeminute aufrief, entschieden sich die Schüler spontan zu einer Schweigeminute im Unterricht. Diese wurde von den Lehrern und Parteifunktionären des SED-Staats schnell als konterrevolutionärer Protest umgedeutet und nach wenigen Wochen sahen sich die Jugendlichen mit der Staatsmacht konfrontiert.

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