„Was macht man falsch als Politiker?“

Frau Kordula Schulz-Asche MdB (Bündnis90/Die Grünen)  übergibt Grundgesetze an Schüler des Goethe-Gymnasiums

GG-Uebergabe-mit-MDB-Frau Schulz-Asche-1Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter, Herrn Holl, stimmten die Anwesenden  unter Leitung von Herrn Kordes das Lied „Die Gedanken sind frei“ an. Es sollte als Einstimmung dahingehend verstanden sein, dass die Freiheit und der Schutz der Menschenwürde immer im Vordergrund allen Handelns zu stehen hat.

Die Forderung nach einer „kämpferischen Demokratie“ zog sich durch die ganze Veranstaltung. Alle Schülerinnen und Schüler die Jahrgangsstufe neun hatten sich in der Mensa versammelt und harrten gespannt der Dinge die da kommen sollten.

Schüler*innen des PoWi-LK 12 inspirierten durch kleine Anspiele mit Bezügen zum Grundgesetz die gesellschaftliche Brisanz der Auseinandersetzung mit den Grundrechten in unserem Staat.   
In ihrer Rede bezog sich Frau Schulz-Asche auf diese Spielszenen und hob die Bedeutung einer kämpferischen Demokratie hervor. Glaubten die Verfassungsväter der Weimarer Republik, dass die Verfassung beim Volke gut aufgehoben sei, so hatten die Mitglieder des Parlamentarischen Rates zur Schaffung des Grundgesetzes ein ganz anderes „Anschauungsmaterial“ gerade hinter sich.
Für Frau Schulz-Asche ist somit das Jahr 1949 mit der Annahme des Grundgesetzes der Höhepunkt eines jahrhundertealten Kampfes um die Freiheitsrechte.
Die Durchsetzung dieses Grundgesetzes „ist das wahre Heldentum“ meint Frau Schulz-Asche.
Hierbei ging sie auch auf eine Vertreterin aus Hessen im Parlamentarischen Rat ein und hob hervor, dass es, wie Elisabeth Selbert – die für die Gleichstellung von Mann und Frau eintrat, auch „Mütter des Grundgesetzes“ gibt.
GG-Uebergabe-mit-MDB-Frau Schulz-Asche-2„Demokratie heißt sich einsetzen“ und so sind die „wahren Helden des Grundgesetzes“ jene Bürger*innen die für dessen Umsetzung eintreten.
Hierbei verwies Frau Schulz-Asche auch auf Situationen jenseits unserer Grenzen und nannte Burundi, Ruanda, Kongo und die Ukraine, um dann zur Fragestellung zu kommen „Was macht man falsch als Politiker?“ Denn es sind nicht nur die ausländischen Konfliktherde sondern auch z. B. Fragen nach G8 oder der Kindergartenbetreuung.
Mit dem Grundgesetz wird auch gleichzeitig die Hessische Verfassung überreicht – und diese ist „kein Museumsstück“ sondern der Ausdruck „Wie man leben möchte“ – und da diese der aktuellen Situation angepasst sein sollte, wäre eine Überarbeitung sinnvoll.
Bevor Frau Schulz-Asche die Verfassungstexte übergab, wünschte sie den Schülern die Motivation nicht nur zuzuhören – sondern auch die Verfassung in den Alltag mitzunehmen.

Mit Unterstützung der anwesenden Lehrer*innen übergab Frau Schulz-Asche jeder Schülerin und jedem Schüler der Jahrgangsstufe 9 ein Exemplar des Grundgesetzes und der Hessischen Verfassung.
Nachdem die Nationalhymne verklungen war nutzten sehr viele SchülerInnen die Gelegenheit sich ihr Exemplar des Grundgesetzes von Frau Schulz-Asche signieren zu lassen.

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