Gesellschaftswissenschaften

 

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Goethe-Gymnasium: Zwei neunte Klassen besuchten mit ihren Lehrerinnen die Gedenkstätte

Lehrreicher Schultag im ehemaligen KZ Osthofen

Bensheim. Kürzlich fuhren die Schüler der Klassen 9b und 9d des Goethe-Gymnasiums ins rheinhessische Osthofen. Dort stand der Besuch eines frühen Konzentrationslagers auf dem Lehrplan. Dieses unmittelbar nach dem Amtsantritt Hitlers in Osthofen für das damalige Land Hessen installierte KZ ist heute eine Gedenkstätte, die in jüngster Zeit immer mehr Zulauf von Schulen erfährt. Schon bei der Anmeldung zum Besuch der Gedenkstätte wurden die Lehrerinnen Eva Zeig und Judith Grön darauf aufmerksam gemacht, dass in diesem Lager niemand getötet wurde.

"Die Schüler sollten nicht mit den typischen Erwartungen von Leichenbergen und Gaskammern in die Gedenkstätte kommen, darauf hat man uns vor dem Besuch ausdrücklich hingewiesen", so Judith Grön.

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Goethe-Gymnasium: Zeitzeuge Leslie Schwartz berichtete aus seiner Biografie als Junge im Holocaust

Den Todeszug von Poing überlebt

Bensheim. Leslie Schwartz ist 14 Jahre alt. Es ist Frühjahr 1944 und er verliert alles: Seine Staatsbürgerschaft, seine Identität und seine Familie. Und dreimal beinahe auch sein Leben. "Es ist vielleicht Glück, dass ich noch lebe. Aber ich wollte auch überleben, um davon erzählen zu können."

Gestern war der 83-Jährige zu Gast im Goethe-Gymnasium, um vor Oberstufenschülern als Zeitzeuge des Holocaust aus erster Hand zu berichten. Junge Leute, die heute älter sind als er damals. Leslie, eigentlich László Schwartz weiß: Es gibt nicht mehr viele wie ihn, die ihre Erlebnisse mit der heutigen Generation teilen können. Er war im Todeszug - und überlebte. Schulleiter Jürgen Mescher freute sich, ihn als sehr besonderen Gast begrüßen zu dürfen.

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