Gesellschaftswissenschaften

 

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Stolpersteine: Heute Verlegung in Gedanken an Familie Oppenheimer / Tochter Barbara Hicken aus den USA zu Gast

Erinnerung und Mahnung

Heute um 16 Uhr werden an der Rodensteinstraße 106 zwei weitere "Stolpersteine" verlegt. Damit erinnert die Stadt an Mini und Karl Oppenheimer, die in diesem Haus mit ihrer Familie gelebt haben. Anwesend ist auch Barbara Hicken, die Tochter von Mini Oppenheimer. Sie reiste gestern aus den USA nach Bensheim, um bei der Installation durch den Kölner Künstler Gunter Demnig persönlich dabei zu sein.

Fünf Messing-Gedenktafeln erinnern bereits an die Familie, die 1937 von Bensheim nach Frankfurt gezogen war. 1941 wurden sie nach Minsk deportiert und dort ermordet: Moritz, Frieda, Hermann und Elieser Oppenheimer. Mira Oppenheimer, Jahrgang 1931, wurde mit einem Kindertransport nach England gebracht und hat so den Holocaust überlebt.

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Katrin Himmler berichtete von den Recherchen über ihren Großonkel Heinrich Himmler

Ein Massenmörder in der Verwandtschaft

Als sie 15 Jahre alt war, wurde sie im Geschichtsunterricht gefragt, ob sie mit "dem Himmler" verwandt sei. Den dunklen Klang ihres Familiennamens empfand die Großnichte des "Reichsführers SS" damals als bleischwere Belastung. Trotz Heirat hat sie ihn bis heute beibehalten.

Die meisten Leute reagierten nicht verwundert oder verunsichert, wenn sie sich vorstellt, sagt Katrin Himmler. "Die denken eher an Himmel, an etwas Positives." Dennoch ist Himmler ein Synonym für Massenmord, erinnert an einen der größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte. Wie es für sie ist, mit diesem Erbe aufzuwachsen und wie sie den Tatsachen ins Auge geblickt hat, erzählte Katrin Himmler am Mittwoch im Goethe-Gymnasium. Ein Saal von Oberstufenschülern, viele mit Leistungsfach Geschichte, hörte zu und hakte nach. Katrin Himmler könnte ihre Mutter sein.

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Hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion im Rahmen der Europawoche

Erfolge der EU ins Bewusstsein rücken

Podiumsdiskussion-Europawoche-GGBa"Europa in Bewegung: Wohin steuert die EU?": Mit einer Podiumsdiskussion zum aktuellen Jahresthema der hessischen Europaschulen eröffnete das Goethe-Gymnasium die diesjährige Europawoche, in deren Rahmen wieder zahlreiche Veranstaltungen angeboten wurden.

Vorbereitet vom Leistungskurs Politik und Wirtschaft unter Leitung von Florian Schreiber und in Zusammenarbeit mit dem bewährten Europateam um Dr. Jürgen Charnitzky und Tina Limp waren eine Reihe hochkarätiger Experten aus Politik, Wissenschaft und Medien eingeladen worden.

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Zweiwöchiges Berufspraktikum im englischen Scarborough

Sprachliche Hürden schnell gemeistert

Mutig hatten sich 13 Schüler der Oberstufe des Bensheimer Goethe-Gymnasiums zu ihrem zweiwöchigen Berufspraktikum in Scarborough, Northyorkshire, angemeldet. Die Anreise mit Flug und Zug verlief reibungslos.

Der Ort, Scarborough, bekannt durch den Beatles-Song "Scarborough Fair", war nach dreistündiger Zugfahrt erreicht. Hier wurden die Schüler von ihren Gastfamilien in Empfang genommen. Am Sonntag wurde die Gegend erkundet, die Wege zum Praktikumsplatz erschlossen und Scones, ein typisch englisches Teegebäck, probiert. Der Weg zu den Praktikumsplätzen musste zu Fuß zurückgelegt werden, so dass alle einen ersten Eindruck von der 50.000 Einwohner zählenden englischen Stadt bekamen.

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Mit Erasmus nach Istanbul

Zwölf Schüler des Goethe-Gymnasiums reisten jetzt nach Istanbul, wo sie im Rahmen des Erasmus Plus-Projekts „My School – My Future – My Europe“ verschiedene Schulen und Betriebe besuchten und sich gemeinsam mit ihren lettischen Partnern über türkische Bildungsgänge und Ausbildungsmöglichkeiten informierten. Umgekehrt stellten die jungen Bensheimer in der Metropole am Bosporus das deutsche Bildungssystem und das Berufspraktikum am Goethe-Gymnasium vor. Das nächste Arbeitstreffen mit der Istanbuler Partnerschule Özel Büyükcekmece Anadoglu Meslek Lisesi und dem lettischen Limbazu Novada Gimnazija findet im Januar in Bensheim statt, wo der Besuch verschiedener Betriebe und der Metzendorf-Berufsschule geplant ist.