EU-Woche-GoetheZur Feier der Europawoche vom 2. bis 9. Mai waren einmal mehr alle Jahrgangsstufen des Goethe-Gymnasiums auf den Beinen – passend zum Jahresthema der hessischen Europaschulen „Europa in der Bewegung". Das Planungsteam mit Dr. Jürgen Charnitzky, Tina Limp, Ulrike Heitkämper und Franz-Anton Schäfer hatte ein vielfältiges Programm gestaltet und damit die ganze Schule mobilisiert.
Eine hochkarätig besetzte Podiumsrunde diskutierte zum Auftakt: „Wohin steuert die EU?" Souverän moderiert wurde die hitzige Debatte zwischen Europaabgeordneten und Vertretern aus Wissenschaft und Medien von Mara Krupa und Nik Seewald aus dem PoWi-Leistungskurs Q2 Schreiber (ausführlicher Bericht siehe unten).

Abenteuer Austausch

Tiefe Schluchten und reißende Flüsse überwanden die Klassen 5 und 6 bei einem interkulturellen Filmprojekt des Senders Arte, das sie mit auf „Die gefährlichsten Schulwege der Welt" nahm und erleben ließ, welche Abenteuer Kinder z. B. in Nepal täglich bestehen müssen, um überhaupt in einer Schule lernen zu können.

EU-Woche-TanzDie neunten Klassen wiederum berichteten den Achtklässlern von ihren Austauschfahrten nach Beaune, Castelnaudary, Brisighella und Eslöv, und mit „Szenen eines Austauschs" führte der WU 9 Darstellendes Spiel (Leitung: Ilka Gottschling) der nächsten Generation von Austauschschülern so manche komische Situation vor Augen, in die sie im kommenden Schuljahr selbst geraten könnten.
„Let's move" – in der Turnhalle setzte Tanzlehrerin Nicole Radig das Jahresmotto in den Mittagspausen gleich in die Tat um mit coolen Choreographien für alle Altersgruppen, während internationale Gaststudenten der Universität Heidelberg Achtklässlern im Workshop „Griechischer Tanz" den Sirtaki beibrachten.

Genüsse - für Ohr und Magen

EU-Woche-GoetheburgerSchüler von Klasse 5 bis zum Abiturjahrgang sorgten beim „Konzert mit europäischer Note" für einen Kammermusikabend auf höchstem Niveau (Leitung: Herr Kordes, Andrea Bergner und Simone Vondung); kleine wie große Interpreten begeisterten ihr Publikum: Carolin Dreizler auf der Trompete; Magdiel Ponce und Julian Reitmaier am Klavier (alle Jahrgang 5), die Klasse 5a mit europäischen Volksliedern und das Streichquartett mit Helmi Ylitalo (Violine, Q2), Linda Menschel (Viola, Q2), Paul Neundörfer (Violine, Q4) und Jonathan Rascher (Cello, Q4). Nicht zuletzt löste Fredrik Valhes Kinderlied „Der Elefant auf dem Spinnennetz" in einer zehnsprachigen Version (Leitung: Rudolf Wein) kolossale Heiterkeit aus.

Auch die Mensa des Goethe-Gymnasiums war ganz auf Europa eingestellt: Paella, Köttbullar und Wiener Geschnetzeltes standen auf den Speiseplan - neben dem beliebten Goethe-Burger.

Europa und darüber hinaus

Auch die hervorragenden Fortschritte beim Erlernen der deutschen Sprache wurden in der Europawoche unter Beweis gestellt. So mussten im Redewettbewerb der Gastschüler gleich zwei erste Preise vergeben werden: an Sandra Roper (USA) für ihren Vortrag „Das Bostoner Englisch" und Emilio Temoltzin (Mexiko), der über den „Tag der Toten" sprach. Flüchtlinge, die am Goethe-Gymnasium Deutsch lernen, berichteten den Schülern eines Deutschkurses der E-Phase von ihren Wegen nach Bensheim – ebenfalls auf Deutsch.
Den Wettbewerb „Goethe sucht die Multi-Sprachen-Klasse" entschied die Klasse 6a für sich: Elf ausländische Familiensprachen werden in dieser Klasse gesprochen, darunter Kurdisch und Tamil. Am letzten Tag der Europawoche wurde die Schulgemeinde aus dem Lautsprecher begrüßt – mit einem elfsprachigen „Guten Morgen". (Ritter)