Schrittgeschwindigkeit vor der Sporthalle

Rechtzeitig zu Beginn des neuen Schuljahres konnte der Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) die verkehrsberuhigenden Maßnahmen in der Wilhelmstraße in Bensheim abschließen.

Vor der Turnhalle der Heinrich-Metzendorf-Berufsschule und an der Einmündung zur Lindenstraße wurden Fahrbahn und Gehwege auf einer Länge von 60 Metern komplett in Pflasterbauweise hergestellt, um den Verkehr zu verlangsamen und die Verkehrssicherheit damit zu erhöhen.

Die Schüler des Goethe-Gymnasiums müssen an dieser Stelle die Straße überqueren, um die Bushaltestelle und Sporthalle zu erreichen. Das sorgte in der Vergangenheit für unübersichtliche und teilweise gefährliche Verkehrssituationen mit PKW, Bussen und Radfahrern, heißt es in einer Pressemitteilung des Zweckverbands. Darüber hinaus wurde die Bushaltestelle durch den Einbau von Busborden und taktilen Platten geh- und sehbehindertengerecht ausgebaut.

Kritische Stelle

Bürgermeister Rolf Richter betonte beim Vor-Ort-Termin die Bedeutung der Maßnahmen: „Nicht nur der Verkehr hier ist nun beruhigt – sondern auch ich bin es. Gerade in Hinblick auf die Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen sollten wir keinerlei vermeidbares Risiko eingehen und für sichere und übersichtliche Verkehrsverhältnisse sorgen. Das ist uns an dieser kritischen Stelle gelungen. Entwickelt und umgesetzt wurde die Maßnahme im Dialog mit den Vertretern der Schulleitungen und Schulgemeinde, für deren Initiative ich mich ausdrücklich bedanken möchte.“ Der Zeitplan für die Umsetzung der Maßnahmen war relativ eng gestrickt. Für den KMB aber kein Problem, wie Frank Daum erklärte: „Wir konnten das Bauvorhaben fristgerecht fertigstellen, weil die Baufirma durch Verstärkung der Baustelle mit zusätzlichem Personal und durch Samstagsarbeit die knappe Bauzeit in den Sommerferien optimal ausgenutzt hat.“

Kosten von 223 000 Euro

Für den verkehrsberuhigten Bereich gelten nun folgende Regeln: Wer motorisiert ist, muss Schrittgeschwindigkeit fahren und darf Fußgänger weder gefährden noch behindern.

Geparkt werden darf nur innerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen. Fußgänger dürfen die Straße an dieser Stelle in ihrer ganzen Breite nutzen. Kinderspiele sind im verkehrsberuhigten Bereich grundsätzlich erlaubt. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 223 000 Euro.

Der Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) betreut die Stadt Bensheim in allen Angelegenheiten des Straßen- und Ingenieurbaus und ist im Verbandsgebiet für ein Straßennetz von rund 300 Kilometern verantwortlich. Hierzu gehört auch die Umsetzung verkehrsberuhigender Maßnahmen. red

© Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 27.08.2020